Produkt-Suche

   

Shopübersicht

   

Browserspiele

   

Dax zum Handelsschluss

   

Baader Bank Portfoliostrategie: Alternativen für renditearme Zeiten

4. August 2015. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Aktien sind alternativlos. Das ist die Meinung vieler Experten. So werfen zehnjährige Bundesanleihen nur eine Rendite von 0,7 Prozent ab. Ein Investment in Bundesanleihen reicht nicht mehr zur Vermögenssicherung. Die Turbulenzen an den Anleihemärkten, die den Zins der „Bunds“ innerhalb von zehn Handelstagen von 0,05 auf über 1 Prozent getrieben haben, zeigen, dass bei Anleihen ein renditeloses Risiko besteht. Allerdings schrecken die Kursverluste Anleger von einem direkten Investment am Aktienmarkt ab.

Dennoch besteht bei Vermögensverwaltern ein verstärktes Interesse an Anlagezertifikatestrukturen, die ein indirektes Investment am Aktienmarkt ermöglichen. Sie verzichten auf ein direktes Engagement in Aktien und überlassen dem Emittenten die Dividenden. Auf der anderen Seite fallen Kupons mit überdurchschnittlich hohen Renditen an. Kleine und mittlere institutionelle Anleger haben daher ihre Affinität gegenüber Aktien- und Indexanleihen entdeckt.

Für Anleger, die regelmäßige Zinszahlungen schätzen und ein überschaubares Aktienmarktrisiko eingehen wollen, sind Aktienanleihen eine interessante Alternative. Sie weisen einen vergleichbaren einfachen Aufbau auf. Der ausgelobte Kupon wird in jedem Fall gezahlt. Der Emittent zahlt den eingesetzten Nominalwert am Ende zurück, wenn die Aktie oder der Index über einem definierten Kursniveau schließen. Bei Aktienanleihen wird neben dem Kupon eine vorher festgelegte Zahl von Aktien ins Kundendepot gebucht, falls die Aktie unter dem angegebenen Kurslevel schließt. Bei Indexanleihen zahlt der Emittent Anlegern einen reduzierten Nominalbetrag zurück.

Die Entscheidung über die Form der Tilgung ist abhängig vom Basiswert und dem Basispreis der Aktienanleihe. Da aber die Zinsen der Aktienanleihe auf jeden Fall gezahlt werden, entsteht erst dann ein Verlust, wenn der Wert der Tilgung plus Zinsen niedriger ist als der beim Start bezahlte Kaufpreis sowie eventuell gezahlte Stückzinsen. Die Konstruktion ist auch für Privatanleger einfach zu verstehen und lockt mit hohen Renditen, die deutlich über den Kapitalmarktzinsen liegen.

So wirft die Protect-Indexanleihe auf den Euro STOXX 50 DE000TD3US00) von HSBC Trinkaus einen Kupon von 4,25 Prozent innerhalb der Laufzeit bis zum 22. Juli 2017 ab. Für jeden Tag, den die Indexanleihe im Anlegerdepot liegt, erhält der Anleger Zinsen auf ihren Nominalbetrag. Bei einem aktuellen Kurs von 99,85 Prozent errechnet sich eine maximale Rendite von 5,8 Prozent. Der Basispreis liegt bei 3.634,64 Zählern. Der Abstand des aktuellen Indexkurses zur Barriere beträgt 24,3 Prozent. Bei Fälligkeit des Produktes zahlt HSBC Trinkaus Anlegern den Kupon garantiert aus. Notiert der europäische Leitindex auf oder über dem Basispreis, zahlt der Emittent den Nennwert in bar zurück. Notiert der Index darunter, zahlt HSBC Trinkaus den Nennwert entsprechend des Verlustes des Index zurück.

Mit der Express Indexanleihe Protect Pro auf den Euro STOXX 50 DE000HVB1X96) bietet die HypoVereinsbank eine interessante Variante an. Das Produkt bietet einen jährlichen Kupon von 4,05 Prozent. Während der Laufzeit von zwei Jahren und sechs Monaten erfolgen die Zinszahlungen an fünf Terminen, sofern keine vorzeitige Rückzahlung erfolgt. Anleger haben die Chance auf eine vorzeitige Rückzahlung, wenn der Index mindestens an einem der vier Überprüfungstermine auf seinem Startniveau liegt. Notiert der Index während der Laufzeit immer über 65 Prozent seines Startwertes ohne den Rückzahlungsmodus auszulösen, zahlt die HVB die Anleihe am Laufzeitende zu 100 Prozent des Nennbetrages zurück. Verletzt der Index allerdings während der Laufzeit einmal die Schwelle von 65 Prozent, erfolgt die Rückzahlung am Laufzeitende entsprechend der tatsächlichen Indexentwicklung – maximal zu 100 Prozent des Nennwertes.

Wesentlich höhere Kupons werfen die Aktienanleihen ab. Je höher die Volatilität in den turbulenten Marktphasen, um so höher sind die Kupons. Die ThyssenKrupp Aktienanleihe 11,2 Prozent 2016/09 DE000XM3K4F7) der Deutschen Bank bietet innerhalb der Laufzeit von knapp 13 Monaten einen sicheren Kupon von 11,2 Prozent. Damit die Deutsche Bank den Nennwert von 1.000 Euro am Laufzeitende an den Anleger zurückzahlt und nicht die Aktien einbucht, darf die Aktie nicht unter den Basispreis von 24 Euro fallen. Auf Basis des aktuellen Kurses von 99,90 Euro liegt die Rendite bei 7,8 Prozent.

Konservative Anleger haben verschiedene Möglichkeiten, Verlustrisiken zu reduzieren. Eine größere Sicherheit bieten Aktienanleihen, bei denen die Aktien bereits einen großen Abstand zum Basispreis haben. Alternativen sind Varianten wie Aktienanleihen Multi Plus oder Protect-Aktienanleihen, die mit Teilschutzmechanismen ausgestattet sind. Damit besteht für den Anleger eine größere Chance, einen hohen Kupon zu vereinnahmen, auch wenn es zu einer Korrektur des Basiswertes kommt.

von Baader Bank, München
© 4. August 2015

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Newsletter "Zertifikate-Börse" der Baader Bank. Der komplette Newsletter ist über deren Homepage www.baaderbank.de abruf- und abonnierbar.

Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder, nicht die der Redaktion von boerse-frankfurt.de. Sein Inhalt ist die alleinige Verantwortung des Autors.

RSS-Quelle http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/baader+bank+portfoliostrategie+alternativen+fuer+renditearme+zeiten+86991

   

Für den Onlineauftritt der Preisinfocenter.de gilt die Teilnahme an Partnergrogammen.

Unsere Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommen wir von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht. Siehe dazu auch unseren Datenschutz "Einsatz von Partnerprogrammen".