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Baader Bank Portfoliostrategie: Soziale Medien bringen Mehrwert – auch fürs Depot

17. September 2015. MÜNCHEN (Baader Bank). Die Angst vor einem Ende der lockeren Geldpolitik in den USA hat eine Korrektur an den US-Aktienmärkten eingeleitet. Eine Reihe von Analysten und Ökonomen sehen dies lediglich als Auslöser für eine notwendige Korrektur eines überbewerteten Marktes. So verweisen sie auf das Shiller-Kurs-Gewinn-Verhältnis im Zehnjahresdurchschnitt von aktuell 23. Der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre liegt bei lediglich 19. Auch die Gewinnentwicklung hat sich zuletzt verschlechtert. Aktuell stehen die S&P-US-Gewinne ca. 0,5 Prozent unter dem Vorjahr. Für das zweite Halbjahr werden weiter fallende Gewinne erwartet. Sollte der US-Dollar weiter steigen, wäre dies negativ für die Gewinnentwicklung der US-Unternehmen.

Während der Kursmotor von Dow Jones Index und S&P 500 ins Stocken geraten ist und in diesem Jahr im negativen Terrain notiert, konnte sich die technologielastige Börse NASDAQ positiv entwickeln. Dank Amazon und der Social-Media-Aktien konnte sich der NASDAQ 100 im positiven Terrain halten. Mit 4.328 Punkten liegt das Plus bei knapp 3 Prozent. Die Technologiewerte konnten sich durch eine relativ positive Entwicklung bei Amazon, Facebook, Netflix und Google besser als der Gesamtmarkt entwickeln.

Die Kurse vieler Technologiewerte litten zwar während des Crashs in China stark, doch eine E-Mail von Apple-Chef Tim Cook sorgte für Beruhigung in diesem Segment: „Ich kann versichern, dass wir im Juli und August weiter starkes Wachstum in China festgestellt haben“, schrieb er an einen CNBC-Moderator. Das iPhone-Wachstum habe sich in den vergangenen Wochen sogar beschleunigt. Das Unternehmen hatte im dritten Quartal den dortigen Umsatz auf 13,2 Mrd. Dollar mehr als verdoppelt. Das hat nicht nur den Fall der Apple-Aktie gestoppt, sondern auch die Verluste bei Social-Media-Werten begrenzt.

Erwarten die Anleger, dass sich der NASDAQ besser als der Gesamtmarkt entwickelt, haben sie die Möglichkeit, über ein Indexzertifikat der Citigroup auf den NASDAQ 100 (WKN CG3AF4) breit in die Technologiewerte zu investieren. Vorsichtige Anleger haben auch die Möglichkeit, über ein Teilschutzprodukt wie das NASDAQ 100 Bonus-Zertifikat mit Cap 3700 2016/06 (WKN XM33XA) der Deutschen Bank bei der Entwicklung dabei zu sein. Bei einem Puffer von 14 Prozent weist das Produkt bis zum Laufzeitende, dem 23. März 2016, eine Rendite von 9,3 Prozent bzw. 17,8 Prozent auf. Ein Anstieg ist durch ein Cap bei 4.800 Punkten begrenzt. Das Aufgeld liegt bei lediglich 2,9 Prozent. Für mutigere Anleger hat die Commerzbank ein Faktor 4x Long Zertifikat DE000CZ93MK7) im Angebot, das die Bewegungen des Technologieindex mit dem Faktor 4 hebelt.

Mit dem Zertifikat der Société Générale auf den NASDAQ-Internet-Preisindex (WKN SG5487) können Anleger selektiver auf die Wertentwicklung von Internetunternehmen wie Amazon, Facebook, Google, Groupon, Monster, Netflix, Tripadvisor oder Yahoo setzen. Der marktkapitalisierungsgewichtete NASDAQ-Internet-Index enthält die 97 größten und liquidesten im Internet tätigen und am NASDAQ Stock Market, an der New York Stock Exchange (Nyse) oder der Nyse Amex gelisteten Unternehmen. Im laufenden Jahr liegt das Papier mit einem Plus von 11,8 Prozent immer noch in der Gewinnzone.

Um von der Entwicklung speziell im Social-Media-Sektor zu partizipieren, gibt es am Markt im Wesentlichen zwei Produkte. Das Solactive Social Networks Indexzertifikat (SONIX, WKN SG10SN) der Société Générale enthält rund zehn Unternehmen wie beispielsweise Facebook, Twitter und auch Linkedin. Im laufenden Jahr konnte der Anleger mit diesem Produkt einen Gewinn von etwas mehr als 10 Prozent erzielen. Das Social Media-Indexzertifikat der Deutschen Bank (WKN DE9S0M) bildet 15 Mitglieder ab. Der Index enthält Werte wie Facebook und die Business-Netzwerke Linkedin und Xing, aber auch Spieleanbieter wie Zynga und Dena. Mit einem Plus von 4,5 Prozent hat sich das Produkt im laufenden Jahr etwas schlechter als das Konkurrenzpapier entwickelt.

von Baader Bank, München
© 17. September 2015

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Newsletter "Zertifikate-Börse" der Baader Bank. Der komplette Newsletter ist über Baader Bondboard abruf- und abonnierbar.

Bitte beachten Sie den Disclaimer der Baader Bank.

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